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Basketball: Dein Kind wird beim Freiwurf nervös

Alle schauen zu, der Ball springt dreimal auf, die Hände zittern. So hilfst du deinem Kind vor dem Wurf von der Linie.

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z.B. Timo hat als Tormann einen Patzer gemacht und weint. Er will nicht in die Kabine.

Spielstand ausgeglichen, noch wenige Sekunden, dein Kind steht an der Freiwurflinie. Du hältst die Luft an. Genau das ist das Problem: Wenn du nervös bist, wird dein Kind es auch.

Warum der Freiwurf so schwer ist

Im Spiel läuft vieles automatisch. Am Freiwurf gibt es dagegen nichts, was ablenkt. Alle sind still, alle schauen hin, und der Kopf hat plötzlich viel Zeit zum Grübeln. Das gilt für Profis ebenso wie für Kinder in der U12.

Dein Kind merkt, dass die Mannschaft auf diesen Wurf wartet. Je mehr es daran denkt, desto steifer werden die Arme. Das ist eine ganz normale Reaktion auf Druck.

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Was du vorher tun kannst

Sprich nicht direkt vor dem Spiel über Freiwürfe. Wenn dein Kind eine Serie verworfen hat, wartet ihr bis zum nächsten Tag. Dann könnt ihr im Garten oder in der Halle zehn Würfe machen, ohne Zähler und ohne Bewertung.

Hilfreich ist eine feste Routine, die dein Kind selbst wählt: zweimal aufprellen, tief atmen, Blick auf den Ring. Die Routine gibt dem Kopf etwas zu tun. Der Trainer hat oft eigene Vorschläge, frag ihn ruhig danach.

Was du nach einem verworfenen Wurf sagst

„Schade" reicht. Danach kannst du fragen, ob dein Kind ein Stück Obst möchte. Kinder wollen nach einem verpassten Wurf keine Analyse vom Auto-Beifahrersitz.

Vermeide Sätze wie „Du musst einfach lockerer sein". Das weiß dein Kind schon, und der Satz verstärkt nur das Gefühl, versagt zu haben.

Sag stattdessen etwas, das für dich selbst stimmt, etwa: „Ich fand es mutig, dass du dich an die Linie gestellt hast." Das ist ehrlich und nimmt den Ausgang aus der Bewertung.

Ein Wort zur Mannschaft

Freiwürfe sind auch eine Frage der Teamkultur. Wenn Mitspielerinnen und Mitspieler nach einem Fehlwurf seufzen, steigt der Druck für alle. Wenn sie stattdessen kurz abklatschen, sinkt er. Du kannst am Elternabend oder in der Elterngruppe anregen, dass alle vom Rand ruhig bleiben, solange ein Kind an der Linie steht. Das kostet nichts und verändert die Stimmung in der Halle spürbar. Der Trainer freut sich meist über solche Hinweise, wenn du sie als Idee und nicht als Kritik formulierst.

Sideline kann dir helfen, solche Sätze zu finden, wenn dir im Moment die Worte fehlen.

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