Sport, Entwicklung und was Kinder wirklich bewegt
Dein Kind schlägt den Ball ins Netz, schüttelt den Kopf und murmelt etwas, das du bis zur Bank hörst: „Ich bin so schlecht." Du weißt, dass es das nicht ist, und trotzdem kommt dein Trost an der Außenlinie nicht an.
Beim Tennis steht dein Kind allein auf dem Platz. Es gibt keine Mitspieler, auf die ein Fehler sich verteilen könnte. Jeder Punkt ist sichtbar, und dein Kind rechnet ihn sich selbst zu.
Lass erst einmal Zeit vergehen. Danach kannst du fragen, wie es sich auf dem Platz angefühlt hat, nicht wie es gespielt hat. Wenn dein Kind sagt „Ich war schlecht", antworte ruhig: „Du warst richtig sauer auf dich. Das kenne ich." Du musst die Aussage nicht widerlegen.
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Frag den Trainer, ob es im Training Übungen für den Umgang mit Ärger gibt, zum Beispiel einen festen Ablauf zwischen zwei Punkten, etwa tief atmen und die Schlägersaiten richten.
Drohe nicht mit Konsequenzen wie „Wenn du so weitermachst, hören wir auf." Das verstärkt den Druck und lenkt vom eigentlichen Gefühl ab.
Überlegt zusammen einen Satz, den dein Kind sich nach einem Fehler sagen kann, etwa „Nächster Ball." Probiert ihn im Training aus und fragt danach, ob er geholfen hat.
Sideline kann dir Gesprächsideen geben, wenn du mit dem Ärger deines Kindes umgehen willst.
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