Sport, Entwicklung und was Kinder wirklich bewegt
Ein Fehlpass, ein verschossener Elfmeter, und dein Kind wirft den Handschuh in die Ecke. Du schämst dich ein wenig vor den anderen Eltern. Gleichzeitig tut dir dein Kind leid.
Meist ist es keine Wut auf andere, sondern Enttäuschung über sich selbst. Kinder wollen es gut machen und haben noch wenig Übung darin, mit dem Gefühl umzugehen, dass es nicht geklappt hat. Die Wut ist ein Ventil.
Nicht auf dem Platz erklären und nicht vor dem ganzen Team ermahnen. Gib deinem Kind Zeit. Ein Getränk, ein Handtuch, ein ruhiger Blick reichen oft. Du musst nichts kommentieren.
Auf der Heimfahrt oder abends, wenn die Luft raus ist: „Du warst heute richtig sauer, als der Ball vorbeiging. Was ist da in dir passiert?" Kinder können das oft besser erzählen, als man denkt. Du hörst zu und wertest nicht.
Werfen oder Beschimpfen von anderen ist nicht in Ordnung. Das kannst du ruhig und klar sagen: „Dass du enttäuscht bist, verstehe ich. Den Ball nach jemandem zu werfen geht nicht." Das Gefühl ist erlaubt, das Verhalten hat Grenzen.
Kinder übernehmen, wie Erwachsene mit Ärger umgehen. Wenn du selbst nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters laut wirst, ist das für dein Kind die Erlaubnis, es auch zu tun. Es hilft, wenn du in schwierigen Momenten bewusst ruhig bleibst und das später auch benennst: „Ich war auch genervt, aber ich wollte nicht schreien."
Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.