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Kind hat einen Elfmeter oder entscheidenden Schuss verschossen

Der Ball geht über das Tor, und dein Kind starrt auf den Rasen. Was du in den ersten Minuten sagst, bleibt hängen.

Der Ball fliegt über die Latte, die Gegner jubeln, und dein Kind bleibt ein paar Sekunden zu lange auf dem Elfmeterpunkt stehen. Am Zaun hörst du jemanden seufzen. Du merkst, wie du selbst die Luft anhältst.

Die ersten Minuten danach

Direkt nach dem Fehlschuss braucht dein Kind meistens keine Analyse. Es braucht Abstand. Ein kurzer Blick zu ihm, ein Daumen hoch oder ein Nicken von der Seitenlinie genügt, wenn du merkst, dass es zu dir schaut. Rufen solltest du nichts, denn jedes Wort fühlt sich in dem Moment laut an.

Nach dem Spiel kannst du warten, bis dein Kind von selbst anfängt. Wenn es schweigt, reicht ein ruhiger Satz wie „Das war ein harter Moment. Ich bin da, wenn du reden magst". Mehr muss auf der Rückfahrt gar nicht passieren. Manche Kinder wollen erst einmal Musik hören oder aus dem Fenster schauen.

Sätze, die helfen

Konkretes Lob für das, was vorher passiert ist, trägt weiter als allgemeine Tröstungen. „Du hast dich getraut anzutreten, obwohl alle zugeschaut haben" erkennt an, dass dazu Mut gehört. Auch „Jeder Spieler, den du im Fernsehen siehst, hat schon daneben geschossen" kann entlasten, solange du es ohne erhobenen Zeigefinger sagst.

Wenn dein Kind von sich aus über den Schuss sprechen mag, frag nach, wie es sich angefühlt hat, und hör zu. Du musst nichts erklären und nichts reparieren. Vielleicht sagt es „Ich war zu schnell" oder „Ich hab nicht mehr gewusst, wohin". Das genügt als Anfang.

Erst Tage später, im entspannten Moment, kannst du anbieten, im Garten ein paar Elfmeter zu üben, falls dein Kind Lust hat. Es sollte der Wunsch deines Kindes sein, nicht dein Plan.

Was du besser lässt

Erkläre nicht, was es hätte anders machen sollen. „Du hättest einfach nach links schießen müssen" hilft niemandem, denn dein Kind weiß längst, dass es nicht geklappt hat. Auch das Wegreden mit „Ist doch nicht schlimm" nimmt das Gefühl nicht ernst, das es gerade hat.

Vermeide ebenfalls, im Gespräch mit anderen Eltern über den Schuss zu lachen, selbst wenn es gut gemeint ist. Kinder hören mehr zu, als wir denken. Und lass keine Schuldfrage aufkommen, weder gegen dein Kind noch gegen den Schiedsrichter oder die Mitspieler.

Wenn dein Kind über Tage sehr traurig bleibt, nicht mehr zum Training will oder über Bauchweh klagt, sprich mit dem Trainer, und bei anhaltenden Beschwerden frag deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin.

Wenn dir im Moment nichts einfällt

Manchmal sitzt man im Auto und sucht einen guten Satz. Sideline kann dir in solchen Augenblicken Formulierungen vorschlagen, die zu deinem Kind passen.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.