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Tennis: Dein Kind weint nach einem verlorenen Match

Beim Tennis steht dein Kind allein auf dem Platz. Was du sagen kannst, wenn nach der Niederlage die Tränen kommen.

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z.B. Timo hat als Tormann einen Patzer gemacht und weint. Er will nicht in die Kabine.

Beim Tennis gibt es kein Team, hinter dem sich dein Kind verstecken kann. Es verliert allein, und manchmal fließen dann Tränen, mitten auf dem Platz oder erst im Auto. Du sitzt daneben und weißt nicht, ob du trösten oder besser schweigen sollst.

Tränen gehören zu einem verlorenen Match

Ein Kind, das nach einem verlorenen Match weint, hat sich vorher angestrengt. Ihm war etwas wichtig. Das ist erst einmal etwas Gutes, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlt.

Versuche nicht, die Tränen schnell zu stoppen. Sätze wie „Ist doch nur ein Spiel" ziehen das Gefühl ins Lächerliche, und dein Kind merkt, dass du nicht verstehst, wie viel es investiert hat.

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Was in den ersten Minuten hilft

Gib deinem Kind Zeit. Ein Handtuch, etwas zu trinken, ein ruhiger Platz. Du musst gar nichts sagen. Dein Dasein reicht, und ein kurzer Satz wie „Das war hart" zeigt, dass du es siehst.

Ansprechen kannst du das Match später, vielleicht erst am nächsten Tag. Dann passt eine Frage wie „Was hat dir heute Spaß gemacht?" besser als „Warum hast du den zweiten Satz verloren?". Die erste Frage öffnet, die zweite verlangt Rechtfertigung.

Wann du mit dem Trainer sprechen solltest

Wenn dein Kind nach fast jeder Niederlage lange nicht zur Ruhe kommt oder keine Lust mehr auf Turniere hat, lohnt ein Gespräch mit dem Trainer. Er kennt die Situationen auf dem Platz und kann einschätzen, ob das Niveau der Gegner passt oder die Turnierplanung angepasst werden sollte.

Sprich ihn nicht direkt nach dem Match an, wenn dein Kind noch aufgewühlt ist. Ein kurzes Telefonat am nächsten Tag ist besser.

Was dein Kind aus der Niederlage mitnehmen kann

Mit etwas Abstand lässt sich oft sehen, was das Match gezeigt hat. Vielleicht war der Aufschlag stark und die Rückhand wackelig. Vielleicht hat dein Kind im dritten Satz noch einmal gekämpft, obwohl es schon hinten lag. Solche Beobachtungen helfen mehr als jeder Trost, weil sie konkret sind. Schreibt zusammen zwei Dinge auf, die gut liefen, und eines, das ihr im Training angehen wollt. Mehr braucht es nicht, und dein Kind merkt, dass eine Niederlage Material zum Üben liefert.

Sideline kann dir Formulierungen vorschlagen, wenn du nach einem solchen Tag nicht weißt, wie du anfängst.

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