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Handball: Dein Kind hat Angst vor harten Zweikämpfen

Beim Handball geht es körperlich zur Sache. Wie du dein Kind begleitest, wenn es vor Kontakt zurückschreckt.

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z.B. Timo hat als Tormann einen Patzer gemacht und weint. Er will nicht in die Kabine.

Dein Kind steht in der Abwehr und weicht aus, sobald der Gegner anläuft. Vom Rand sieht das nach Zögern aus, und du merkst, wie du innerlich „Geh rein!" rufst. Tu es nicht laut. Dein Kind hört dich auch so.

Was hinter dem Ausweichen stecken kann

Handball hat Körperkontakt, und manche Kinder brauchen länger, bis sie damit klarkommen. Vielleicht hat es einmal einen harten Treffer abbekommen. Vielleicht ist ein Gegenspieler größer als alle, die es vorher kannte. Oft ist es schlicht ein Kind, das erst lernen muss, wie sich Kontakt im Spiel anfühlt und wo die Grenze liegt.

Frag nicht gleich „Warum gehst du nicht rein?". Diese Frage klingt nach einem Fehler, den dein Kind begangen hat. Besser eignet sich ein offener Satz auf der Heimfahrt: „Wie war es für dich in der Abwehr?" Dann hör zu, auch wenn die Antwort kurz ausfällt.

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Was im Training helfen kann

Der Trainer kennt Übungen, bei denen Kontakt in kleinen Schritten aufgebaut wird. Du kannst ihn fragen, wie das in der Gruppe läuft, ohne ihm etwas vorzuwerfen: „Gibt es etwas, womit ich zu Hause den Mut meines Kindes unterstützen kann?" Manchmal reicht es, dass dein Kind vor dem Training eine feste Aufgabe bekommt, zum Beispiel eine bestimmte Gegnerin zu decken.

Zu Hause hilft es, Körperkontakt spielerisch zu erleben. Raufen im Wohnzimmer, Ringen auf der Matratze oder ein Schiebespiel im Garten, bei dem beide jederzeit „Stopp" sagen dürfen. So lernt dein Kind, dass es die Kontrolle behält.

Was du besser lässt

Sag nicht „Das tut doch gar nicht weh". Dein Kind spürt, was es spürt, und der Satz zeigt ihm nur, dass du es nicht ernst nimmst. Verzichte auch auf Vergleiche mit Geschwistern oder dem Nachbarsjungen, der angeblich nie Angst hatte.

Wenn dein Kind über Bauchweh vor dem Training klagt oder die Sorge über Wochen anhält, sprich mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin darüber.

Ein Beispiel für zu Hause

Stell dir vor, dein Kind erzählt nach dem Training, es habe sich in der Abwehr zur Seite gedreht, als der Gegner kam. Du kannst sagen: „Das kenne ich von mir auch, wenn jemand schnell auf mich zukommt." Dann fragst du, ob ihr zusammen überlegen wollt, was beim nächsten Mal leichter wäre. Manche Kinder wünschen sich einen kleinen Plan, etwa den Gegner erst am Körper zu stoppen und dann zurückzutreten. Andere wollen einfach nur gehört werden. Beides ist in Ordnung, und du merkst an der Reaktion deines Kindes, was gerade gebraucht wird.

Mut wächst bei den meisten Kindern in kleinen Schritten. Sideline kann dir in solchen Momenten Formulierungen vorschlagen, die Druck aus dem Gespräch nehmen.

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