Sport, Entwicklung und was Kinder wirklich bewegt
Auf dem Weg zur Halle wird dein Kind still. Vielleicht sagt es, dass ihm der Bauch wehtut, oder es will plötzlich lieber zu Hause bleiben. Aufregung vor Wettkämpfen kennen fast alle Kinder, und auch viele Erwachsene.
Dein Kind merkt, dass ihm etwas wichtig ist. Das ist im Kern etwas Gutes. Wenn du „Du brauchst keine Angst zu haben" sagst, fühlt es sich nicht verstanden. Besser klingt: „Ich merke, dass du aufgeregt bist. Das ist okay."
Ein fester Ablauf vor dem Spiel hilft vielen Kindern: gleiche Musik im Auto, gleiches Frühstück, die Tasche gemeinsam packen. Es geht nicht um Aberglauben, sondern darum, dass etwas gleich bleibt, wenn alles andere neu ist.
Vermeide Sätze wie „Heute musst du treffen" oder „Gib alles". Sie machen aus der Aufregung einen Auftrag. Frag lieber: „Worauf freust du dich heute am meisten?" Damit zeigt sich oft, dass es auch schöne Gedanken gibt.
Ein paar tiefe Atemzüge zusammen vor dem Aussteigen sind einfach und kosten nichts. Du machst mit, dann fühlt es sich nicht wie eine Übung an, sondern wie ein gemeinsamer Moment.
Bleibt die Aufregung über Wochen so groß, dass dein Kind kaum noch hingehen mag, sprich mit dem Trainer oder der Kinderärztin. Meistens reicht es aber, wenn dein Kind merkt, dass du ruhig bleibst, auch wenn das Spiel schlecht läuft.
Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.