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Dein Kind schläft vor dem Turnier nicht: So begleitest du die Nacht davor

Aufregung am Vorabend ist normal. Mit ein paar ruhigen Gewohnheiten hilfst du deinem Kind durch die Nacht, ohne das Turnier größer zu machen.

Es ist 22 Uhr, das Licht ist aus, und aus dem Kinderzimmer kommt zum dritten Mal ein „Papa? Ich kann nicht schlafen.“ Morgen ist Turnier.

Eine schlaflose Nacht vor einem wichtigen Tag ist für Kinder, aber auch für Erwachsene, ziemlich normal. Der Kopf spielt das Morgen in allen Varianten durch, und je mehr man sich zum Schlafen zwingt, desto wacher wird man.

Was am Abend davor hilft

Der Abend selbst entscheidet viel. Pack die Tasche gemeinsam und früh, damit morgens nichts mehr fehlen kann. Wer die Sachen schon bereitliegen sieht, hat eine Sorge weniger im Kopf.

Das Abendessen darf unspektakulär sein. Was dein Kind sonst auch gut verträgt, ist richtig, ausgefallene Experimente am Vorabend sind selten eine gute Idee. Bildschirme sollten, wie sonst auch, eine Weile vor dem Zubettgehen aus sein.

Ein ruhiges Ritual hilft mehr als gute Worte: ein Bad oder eine warme Dusche, ein Kapitel vorlesen, zehn Minuten Rücken kraulen. Je gewöhnlicher der Abend, desto weniger Bedeutung bekommt der nächste Tag.

Wenn dein Kind wach liegt

Sag nicht „Du musst jetzt schlafen“. Das setzt neuen Druck auf, und Druck ist der Feind des Einschlafens. Besser ist ein Satz wie: „Du musst nicht schlafen, nur ruhig liegen. Auch das erholt dich.“

Manche Kinder profitieren davon, ihre Gedanken loszuwerden. Ein Zettel neben dem Bett, auf den sie aufschreiben oder malen, was sie beschäftigt, kann den Kopf leeren. Anderen hilft eine ruhige Atemübung, zum Beispiel langsam bis vier zu zählen beim Einatmen und bis sechs beim Ausatmen.

Was du selbst tun kannst

Bleib ruhig, auch wenn du innerlich mitzitterst. Kinder lesen die Stimmung der Eltern genau, und ein gelassenes „Das ist normal, morgen wird es trotzdem gehen“ wirkt stärker als jedes Argument.

Am nächsten Tag brauchst du keine Schlafbilanz. Viele Kinder spielen nach einer unruhigen Nacht trotzdem gut, weil die Aufregung selbst Energie freisetzt. Falls dein Kind müde ist, sorgt ein ruhiger Morgen, ein frühes Mittagessen und etwas Bewegung an der frischen Luft oft für mehr Wachheit als Kaffee-Ersatz-Lösungen.

Wenn dein Kind vor jedem Wettkampf schlecht schläft und sich die Anspannung auf den Alltag ausweitet, sprich mit der Kinderarztpraxis oder mit dem Trainer darüber. Meistens braucht es nur ein bisschen mehr Gelassenheit, und die lernt man gemeinsam.

Der Morgen danach

Wenn die Nacht kurz war, plane den Morgen mit etwas Puffer. Weck dein Kind sanft, lass ihm Zeit zum Ankommen und vermeide Sätze wie „Du siehst müde aus“, die nur Unsicherheit säen. Ein Frühstück, das dein Kind gut verträgt, und etwas Bewegung an der frischen Luft helfen dem Kreislauf auf die Sprünge. Und denk daran, dass Aufregung und Müdigkeit zusammen manchmal sogar für einen guten Tag sorgen. Wenn es doch nicht läuft, bleibt die Nacht keine Entschuldigung und keine Schuld; sie war einfach eine Nacht vor einem aufregenden Tag.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.