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Sport, Entwicklung und was Kinder wirklich bewegt

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Beim Kopfballtraining ist er noch das Kind, andere Männer

Beim Kopfballtraining wirkt dein Sohn neben körperlich weiter entwickelten Mitspielern wie ein Kind. Was du tun kannst, damit er sich nicht kleiner macht.

Die Flanke kommt, drei Jungs steigen hoch, und dein Sohn steht darunter, fast einen Kopf kleiner. Der Gegner neben ihm hat schon Bartansatz. Er sieht aus wie ein Mann, dein Sohn wie ein Kind, das versehentlich in der falschen Mannschaft gelandet ist.

Das Bild tut weh, auch weil du weißt, wie sehr er in solchen Momenten leidet, selbst wenn er nichts sagt.

Der Körper entscheidet gerade mit

Kopfballduelle sind in dieser Altersphase kaum eine Frage des Könnens. Wer größer ist, kommt höher, wer schwerer ist, setzt sich durch. Dein Sohn kann sich im Timing verbessern, aber gegen einen Jungen mit zwanzig Zentimetern Vorsprung hilft kein Training allein.

Frag ihn, wie er sich in diesen Situationen fühlt. Manche Kinder wollen darüber reden, andere sagen „Passt schon“ und meinen das Gegenteil.

Auf andere Stärken schauen

Kleine Spieler haben Vorteile, die bei großen oft untergehen: Wendigkeit, Tempo auf kurzen Strecken, schnelle Entscheidungen am Boden. Wenn ein Trainer das erkennt, setzt er sie anders ein, zum Beispiel auf Positionen, bei denen Kopfballduelle weniger zählen.

Du kannst den Trainer fragen, wie er das einschätzt. Und du kannst deinem Sohn sagen, dass im Fußball nicht alle dasselbe können müssen. Manche der besten Techniker sind nicht die größten.

Zum Thema Kopfballtraining selbst

Kopfbälle werden bei Kindern in vielen Vereinen und Verbänden bewusst begrenzt oder erst ab einem bestimmten Alter regelmäßig trainiert. Informier dich, wie dein Verein das handhabt, und frag nach, wenn du unsicher bist. Bei Fragen zur Belastung ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt die richtige Ansprechperson.

Niemand sollte dein Kind dazu drängen, in Duelle zu gehen, vor denen es Angst hat. Ein Satz an den Trainer reicht: „Er ist noch nicht so weit, Kopfbälle gegen die Größeren zu machen. Könnt ihr ihn anders einsetzen?“

Zeit

Der Abstand wird sich verändern, wahrscheinlich in beide Richtungen. Spätentwickler holen den körperlichen Rückstand meist irgendwann auf, und manche überholen die Frühentwickler am Ende sogar. Wenn du das deinem Sohn sagst, klingt es zuerst wie Trost. Wenn du es ihm im Laufe der Monate durch kleine Dinge zeigst, wird es zur Gewissheit: ein gelungener Kopfball gegen einen Kleineren, ein Tor mit dem Fuß, ein Lob vom Trainer.

Und bis dahin darf er wissen, dass du ihn siehst, auch wenn er neben den anderen klein aussieht. Besonders dann.

Zum Schluss ein praktischer Tipp: Lass deinen Sohn selbst entscheiden, ob er bei Kopfballübungen mitmacht oder an einer anderen Station arbeitet. Wenn er merkt, dass er mitreden darf, traut er sich oft mehr zu, als du denkst. Und wenn nicht, ist die Pause die richtige Entscheidung.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.