Selbstreflexion, Gespräche und der eigene Blickwinkel
Dein einer Sohn hat dreimal die Woche Training, deine Tochter malt lieber. Wenn die Fahrten, Turniere und Gespräche sich um ein Kind drehen, fragt sich das andere schnell, ob es weniger zählt.
Es geht nicht darum, alles gleich zu verteilen. Es geht darum, dass beide merken, dass du dich für ihre Welt interessierst. Fragst du beim Abendessen nur nach dem Spiel, fehlt dem anderen Kind das Gegenstück.
Plane mit dem Kind, das keinen Sport macht, bewusst etwas, das ihm gehört. Ein Nachmittag im Museum, Backen, Kino, ein Spaziergang. Das muss kein großes Programm sein. Wichtig ist, dass der Termin so verlässlich ist wie das Training des anderen Kindes.
Wenn das andere Kind mitkommen muss, hilft es, wenn es etwas Eigenes dabeihat und mitentscheiden darf: Wo essen wir, was machen wir danach? Wer sich nur als Zuschauer fühlt, langweilt sich schnell.
Vermeide Sätze wie „Dein Bruder hat heute ein Turnier, da müssen wir Rücksicht nehmen". Besser klingt: „Wir fahren heute zum Turnier, und morgen gehört der Tag dir." Das Kind hört: Ich bin nicht zweitrangig.
Frag nach, wie es dem unsportlichen Kind mit der Situation geht. Es muss nichts Dramatisches sein. Manche Kinder sind froh über die Ruhe, andere vermissen Aufmerksamkeit. Du erfährst es nur, wenn du fragst.
Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.