Kinder & Sport

Sport, Entwicklung und was Kinder wirklich bewegt

Artikel

Das Kind schläft im Auto, ihr kommt um 22 Uhr heim

Späte Heimfahrten nach Turnieren schlauchen Kinder und Eltern. Was du tun kannst, damit der Abend und der nächste Tag nicht komplett aus dem Takt geraten.

Es ist kurz vor zehn, die Autobahn ist leer, und auf der Rückbank hängt dein Kind im Gurt, den Kopf zur Seite. Du fährst vorsichtig, weil du nicht willst, dass es aufwacht. Zu Hause musst du es hochtragen, was bei einem Zehnjährigen kein Spaß mehr ist.

Was ein langer Turniertag mit Kindern macht

Wer morgens um sechs aufsteht, mehrere Spiele macht und abends noch eine Stunde fährt, hat einen vollen Tag hinter sich. Dass Kinder dabei im Auto einschlafen, ist verständlich. Es ist auch kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Aber es hilft, solche Tage bewusst zu planen, damit der Schlaf nicht zu kurz kommt.

Den Abend vorbereiten

Pack am Vortag alles, was für den Rückkehrabend nötig ist: frische Kleidung für die Nacht, das Zähneputzen gleich nach der Ankunft, ein Glas Wasser neben dem Bett. Wenn du das schon vorbereitet hast, geht es zu Hause schneller.

Das Abendessen kann auf der Rückfahrt stattfinden, zum Beispiel mit belegten Broten, damit dein Kind nicht noch hungrig ins Bett gehen muss.

Der nächste Morgen

Wenn der Sonntag nach einem langen Samstag kommt, gönn deinem Kind etwas Ruhe. Muss es um acht Uhr zum Brunch bei der Verwandtschaft, wird es nicht leicht. Ein später Start, ein ruhiges Frühstück, vielleicht ein Film auf dem Sofa: Das gibt dem Körper Zeit zur Erholung.

Plane Sonntage nach Turniertagen nach Möglichkeit ohne weitere Termine. Das muss nicht jede Woche klappen, aber wenn du es im Hinterkopf behältst, fällt dir leichter, Nein zu sagen.

Wann ihr früher losfahren könnt

Wenn es dir möglich ist, besprich mit anderen Eltern, ob ihr nach dem letzten Spiel nicht gleich losfahren könnt, statt noch an der Siegerehrung zu warten. Manchmal sind es nur dreißig Minuten, die den Unterschied machen.

Und manchmal lohnt sich die Frage, ob ein zweiter Turniertag überhaupt nötig ist, wenn der Weg so weit ist. Dann kann eine Übernachtung vor Ort die bessere Lösung sein, auch wenn sie mehr kostet.

Beobachte dein Kind

Dein Kind sagt dir meistens, wann es zu viel ist. Vielleicht nicht in Worten, sondern durch Quengeln, schlechte Laune oder fehlenden Appetit am nächsten Tag. Wenn du solche Zeichen siehst, nimm sie ernst und gib deinem Kind eine Pause.

Ein müdes Kind im Auto ist nicht das Problem. Ein Kind, das jedes Wochenende so müde ist, kann ein Hinweis sein, dass der Plan überprüft werden darf.

Eine kleine Entlastung

Frag vorher im Elternkreis, ob sich zwei Familien bei der Heimfahrt abwechseln können. Wer an diesem Abend nicht fährt, hat Zeit zum Aufräumen und für einen ruhigeren Start in die Woche. Das macht den Unterschied, besonders wenn ihr mehr als einmal im Monat spät zurückkommt.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.