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Sichtung fiel auf Familienfeier / Fieber

Der Sichtungstermin kollidiert mit Oma ihrem Geburtstag oder dein Kind liegt mit Fieber im Bett. Wie du entscheidest und was du dem Verein sagst.

Dienstagabend kommt die Einladung, Samstag um zehn. Samstag ist auch die Feier zum 70. Geburtstag deiner Mutter, seit Monaten geplant. Oder dein Kind hat am Freitagabend 38,9 Fieber und der Termin ist am nächsten Morgen. Beides gleichzeitig zu lösen geht nicht.

Bei Fieber ist die Sache klar

Ein krankes Kind gehört nicht auf den Platz. Das gilt für die Gesundheit deines Kindes und für die anderen Kinder. Außerdem wird es kaum zeigen, was es kann, wenn es sich schlecht fühlt. Wie lange nach einer Krankheit Sport wieder in Ordnung ist, klärst du mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Melde dich so früh wie möglich beim Verein. Eine kurze, ehrliche Nachricht reicht: „Unser Sohn hat Fieber und kann morgen nicht teilnehmen. Gibt es einen Ersatztermin?" Viele Vereine haben Nachsichtungen, besonders wenn jemand nachweislich krank war. Manche nicht, und auch das musst du aushalten.

Bei einer Familienfeier wird es persönlicher

Hier gibt es keine richtige Antwort. Du wiegst ab, wie wichtig die Feier ist, wie wichtig die Sichtung dem Kind ist und wie realistisch die Chancen sind. Frag dein Kind, was es möchte, auch wenn es noch jung ist. Manche Kinder wollen unbedingt zur Sichtung, andere sind erleichtert, wenn die Entscheidung abgenommen wird.

Rufe beim Verein an, bevor du etwas entscheidest. Frag, ob ein anderer Termin möglich ist. Wenn nicht, kannst du immer noch überlegen, ob ihr beides schafft, etwa Sichtung am Morgen und Feier ab dem Nachmittag.

Was du dir nicht einreden musst

Weder die Sichtung noch die Feier ist ein Test, ob du eine gute Mutter oder ein guter Vater bist. Falls du absagst und es später bereust, ist das menschlich. Falls dein Kind dich später fragt, warum ihr nicht hingegangen seid, kannst du ehrlich antworten, wie du abgewogen hast.

Wichtig ist, dass dein Kind die Entscheidung nicht als Opfer erlebt. Wenn du sagst „Wegen dir mussten wir die Feier absagen", trägt es eine Last, die nicht seine ist. Wenn du sagst „Wir haben beides angeschaut und uns so entschieden", bleibt die Verantwortung bei euch.

Wenn der Termin verfällt

Dann ist das ärgerlich, aber selten endgültig. Vereine sichten oft im nächsten Jahr wieder. Und viele Kinder, die einen Termin verpassen, finden einen anderen Weg in den Verein, über Probetraining, Turniere oder Empfehlungen. Eine verpasste Sichtung ist ein Tag, kein Schicksal.

Ein Satz für den Verein

Falls du nicht sicher bist, wie du die Absage formulieren sollst, kann diese Nachricht helfen: „Unser Kind kann am Samstag leider nicht teilnehmen, weil wir einen Familientermin haben. Wir würden uns über einen anderen Termin freuen." Sie ist höflich, ehrlich und lässt die Tür offen. Mehr musst du nicht erklären, und niemand erwartet es.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.