Für Eltern

Selbstreflexion, Gespräche und der eigene Blickwinkel

Artikel

Eltern vergleichen ihre Kinder am Spielfeldrand: Wie du dich entziehst

Gespräche über Tore, Noten und Talente können unangenehm werden. So bleibst du freundlich und trotzdem bei dir.

Du stehst mit einem Kaffee am Rand, und plötzlich geht es darum, wer gerade ins Auswahlteam kommt. Jemand fragt dich beiläufig nach deinem Kind. Du merkst, wie dein Puls hochgeht.

Warum das so schnell passiert

Eltern sind stolz auf ihre Kinder und unsicher zugleich. Über Leistungen zu reden fühlt sich nach Austausch an, ist aber oft Vergleich. Es gibt nur wenige Gelegenheiten, in denen Eltern offen darüber sprechen, wie es ihnen selbst dabei geht.

Ein paar Sätze, die helfen

- „Er hat gerade viel Spaß, mehr verfolge ich gar nicht." Der Satz beendet das Thema freundlich. - „Spannende Entwicklung bei euch! Wie läuft es sonst so?" Du lenkst weiter, ohne abzuwerten. - „Ich versuche mich da rauszuhalten, das ist seine Sache." Das ist ehrlich und lädt oft andere ein, es auch zu tun.

Selbst nicht mitvergleichen

Das ist schwerer, weil man die eigenen Gedanken kaum abschalten kann. Hilfreich ist, sich zu fragen, wofür man den Vergleich gerade braucht. Oft ist es Sorge, das eigene Kind könnte zurückfallen. Diese Sorge kannst du auch ohne Vergleich mit anderen ernst nehmen.

Mit anderen Eltern verbünden

Du bist wahrscheinlich nicht die Einzige oder der Einzige, dem solche Gespräche unangenehm sind. Ein offenes Wort an eine andere Mutter oder einen anderen Vater, die ähnlich denken, kann viel verändern: „Ich möchte am Rand lieber über etwas anderes reden."

Dein Kind merkt, wie du dich verhältst. Wenn du ruhig bleibst, lernt es, dass sein Wert nicht von Toren abhängt.

Begleite dein Kind in jedem Moment — mit persönlichem Coaching.